Generalvollmacht nie vorschnell ausstellen

Eine Generalvollmacht sollte nie ohne vorherige Überlegungen ausgestellt werden, da sie ein mächtiges Werkzeug für den Bevollmächtigten ist.



Generalvollmacht beim Notar hinterlegen


Wenn eine Generalvollmacht erteilt wird, sollte diese zur Absicherung bei einem Notar hinterlegt werden. Für einige Belange, wie beispielsweise die Entscheidung über schwerwiegende, medizinische Eingriffe, ist darüber hinaus eine vom Notar beglaubigte Generalvollmacht notwendig. Die Beglaubigung kostet ca. 25 Euro und kann sowohl beim Notar, als auch bei Gericht durchgeführt werden. Wird per Generalvollmacht die Betreuung des Vollmachtgebers angeordnet, muss das Betreuungsgericht vorab seine Zustimmung geben.


Ende der Gültigkeit einer Generalvollmacht


Wie lange die Generalvollmacht im Einzelnen gültig ist, liegt an den niedergeschriebenen Formalitäten im Dokument. Grundsätzlich kann der Vollmachtgeber die Generalvollmacht jederzeit widerrufen, wenn er sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte befindet. Nicht mehr widerrufen kann er die Vollmacht, wenn der Bevollmächtigte bereits zum gesetzlichen Betreuer erklärt wurde und die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers nicht mehr gewährleistet ist. Die Generalvollmacht gilt über den Tod hinaus und kann dann nur noch von den Erben widerrufen werden.


Zeitpunkt der Ausstellung ist wichtig



Der Zeitpunkt, wann eine Generalvollmacht ausgestellt wurde, ist von großer Bedeutung. Der Bevollmächtigte muss im Zweifel nachweisen können, dass der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Ausstellung noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Besonders wenn es um medizinische Belange geht, muss die Vollmacht zu einem Zeitpunkt erstellt worden sein, als der Vollmachtgeber uneingeschränkt geschäftsfähig war. Dies kann im Zweifel von einem Notar beglaubigt werden, die Beglaubigung sagt aus, dass die Geschäftsfähigkeit notariell anerkannt ist.